
Interview: Gewerbehöfe als Investment
Autor
Jakob Peters

Blogbeitrag
Interview: Gewerbehöfe als Investment
Redaktion FondsForumMagazin: Herr Peters, wir wollen uns heute mit dem Thema Gewerbehöfe beschäftigen. Wir würden aber zu Anfang gerne wissen: Wie sind Sie zur Immobilie gekommen und wie sind Sie in die Themen reingewachsen, die Sie heutzutage machen?
Jakob Peters: Wir sind ein klassisches Familienunternehmen, gegründet vor 30 Jahren von meinem Vater und Onkel, ursprünglich als Maklerhaus. Über die Jahre entwickelten wir uns zum Immobiliendienstleister für den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie. Heute haben wir knapp 10.000 Einheiten im Management. Seit 2010 machen wir Projektentwicklungen, anfangs wohnwirtschaftliche Themen, dann Office, Hotel, Micro Living und studentisches Wohnen. Seit 2019 haben wir eine eigene Betreibergesellschaft für Hotels mit rund 1.000 Einheiten im Betrieb. Wir beschäftigen uns ständig mit neuen Themen – so kamen wir auch auf Gewerbehöfe.
Redaktion FondsForumMagazin: Warum Gewerbehöfe? Warum nicht weitere Hotels?
Jakob Peters: Durch breit angelegtes Research fanden wir heraus, dass im Light-Industrial-Segment eine sehr hohe Nachfrage bei kleinen mittelständischen Betrieben besteht, das Angebot aber fehlt. Alte Gewerbehöfe entsprechen nicht mehr den Anforderungen moderner Unternehmen. Bestehende Flächen sind zu groß oder zu klein, nicht energieeffizient und für moderne Prozesse nicht mehr zeitgemäß. Klassische Gewerbeparks starten bei 1.000-1.500 m2 pro Einheit, kleine Betriebe brauchen aber oft nur 200-600 m2. Darin sehen wir großen Bedarf.
Redaktion FondsForumMagazin: Wenn Sie jetzt als Eigentümer und Entwickler auf diese Assetklasse Gewerbehöfe schauen – was fasziniert Sie persönlich daran? Was macht diese Immobilienart für Sie so besonders?
Jakob Peters: Wir haben ja „Hanse Gewerbehöfe“, weil wir an den Austausch und die Synergien glauben, die entstehen können. Wir wollen kleine mittelständische Betriebe mit einem Angebot modularer Einheiten ab 200 m2 unterstützen – kombinierbar, skalierbar und damit flexibel auf Mieterbedürfnisse anpassbar. Im Austausch mit Kommunen und Wirtschaftsförderungen merken wir: Es besteht großer Bedarf, Unternehmen wandern ab, weil kein Angebot da ist. Gleichzeitig bringt das eine gute Rendite – für alle Seiten eine Win-Win-Situation.
Redaktion FondsForumMagazin: Sie wollen mit institutionellem Kapital wachsen. Ist Rendite Ihr Aushängeschild?
Jakob Peters: Definitiv. Die Vermietungssituation im Light-Industrial-Segment ist bemerkenswert stabil. Ein moderner Gewerbehof mit Standardisierung und Modularität ist profitabel. Die Rendite liegt aktuell im Schnitt bei 7 % Cash-on-Cash pro Jahr – also sehr attraktiv.
Redaktion FondsForumMagazin: Lassen Sie uns abschließend noch einen Blick in die Zukunft werfen: Was ist Ihr Forecast für das Jahr 2026?
Jakob Peters: Wir fokussieren uns auf Investitionsfelder, die langfristig attraktiv sind und die wir dank unserer umfassenden Rechercheaktivitäten frühzeitig identifizieren. Besonderes Augenmerk legen wir auf Regionen, die durch Bevölkerungszuwachs und günstige wirtschaftliche Bedingungen nachhaltige Wachstumsmöglichkeiten bieten. Mit über 25 bereits gesicherten Grundstücken und dem Ziel von 100 Standorten wollen wir uns als Marktführer in diesem Segment positionieren.
Redaktion FondsForumMagazin: Vielen Dank für das Gespräch.
Jakob Peters, CEO der Peters Group, zählt zu den prägenden jungen Immobilienunternehmern in Deutschland. Die Gruppe besteht aus über 200 Experten und bildet die gesamte Wertschöpfungskette ab. Mit der Peters Development entwickelt er die Hanse Gewerbehöfe, ein Light-Industrial-Konzept mit Entwicklungsvolumen im dreistelligen Millionenbereich, sowie Yors Hotels, eine moderne Hospitality-Plattform.
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