
Voraussetzungen für eine funktionierende Build to-Rent-Strategie im heutigen Marktumfeld
Autor
Max Jaspers

Blogbeitrag
Voraussetzungen für eine funktionierende Build to-Rent-Strategie im heutigen Marktumfeld
Wohnen zur Miete bleibt in deutschen Metropolen die einzige Option – nicht zuletzt, weil Kaufpreise und Finanzierungskosten für viele Haushalte kaum noch tragbar sind. Um die Angebots lücke zu schließen, steht das Build- to-Rent-Modell (BTR) im Fokus: institutioneller Mietwohnungsbau mit verhältnismäßig kurzer Kapitalbindungsdauer – als Investment-Case. Damit solche Projekte im heutigen Marktumfeld erfolgreich umgesetzt werden können, braucht es klare Voraussetzungen – von der Standortwahl über das Baurecht bis hin zur Gebäudekonzeption.
Nachfragegetriebene Lagen mit geringem Leerstand
Der Fokus bei der Auswahl von Standorten liegt auf Städten mit strukturellem Nachfrageüberhang. A-Städte wie München, Köln, Frankfurt oder Berlin zeichnen sich durch dauerhaft niedrige Leerstandsquoten aus. Die Urbanisierung hält an, junge Berufstätige zieht es in die Städte – doch das Angebot wächst nicht mit. Die Folge: ein nachhaltig hohes Mietniveau, das die wirtschaftliche Tragfähigkeit von BTR-Projekten ermöglicht.
Baurecht sichert Umset zung und Kapitalrotation
Ein weiterer Erfolgsfaktor ist gesichertes Planungs- und Baurecht. Es reduziert nicht nur regulatorische Risiken, sondern verkürzt auch die Kapital bindungsdauer – ein entscheidender Vorteil in Zeiten hoher Zinsen. Wer schneller bauen kann, ist im Vorteil. Gerade angesichts der sinkenden Genehmigungszahlen in ganz Deutschland wird das Baurecht zum strategischen Engpass – und zur wertvollen Ressource.
Effiziente Gebäude, die in den Markt passen Auch die architektonische Planung entscheidet über den Erfolg. Wirtschaftlich effiziente Baukörper mit klarer Struktur ermöglichen eine zügige Realisierung und flexible Nutzung. Besonders gefragt sind kompakte 1- bis 3-Zimmer-Wohnungen – ein Segment, das im Bestand vieler Städte unter repräsentiert ist. Wer hier zielgerichtet ergänzt, trifft den Bedarf.
ESG als Qualitäts- und Investitionskriterium
Nachhaltigkeit ist längst kein „Nice-to have“ mehr, sondern zentraler Bestandteil institutioneller Investmentstrategien. BTR-Projekte, die energie effizient, ressourcenschonend und sozial ausgewogen geplant sind, stoßen nicht nur auf regulatorische Zustimmung, sondern auch auf hohe Nachfrage bei ESG-orientierten Anlegern. Gleichzeitig stärken sie die Resilienz des Portfolios über den gesamten Lebenszyklus.
Fazit
BTR funktioniert dort, wo urbane Dynamik auf professionell gemanagte Projektentwicklung trifft. Wer in stark nachgefragten Lagen effizient plant, regulatorische Sicherheit schafft und ESG-konforme Standards erfüllt, schafft die Basis für eine tragfähige Investmentstrategie im Mietwohnungsbau – und trifft den Puls der Zeit.
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