Wohnimmobilien - der sichere Investmenthafen

21.01.2021

Autor

Florian Mundt

Geschäftsführender Gesellschafter

Deutsche Immobilien DI GmbH

Blogbeitrag

Der deutsche Markt für Wohninvestments hat in den letzten Jahren eine signifikante Preissteigerung und Renditekompression erlebt. Dennoch sind Immobilien im Allgemeinen und Wohnen im Besonderen für viele sicherheitsorientierte Investoren weiterhin eine wichtige Anlageklasse, die ein vergleichsweise zufriedenstellendes Risiko-Rendite-Verhältnis ermöglicht. Die stabilen Zahlungsströme leisten einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung der langfristigen Verpflichtungen, sodass die Immobilienquoten institutioneller Investoren in den letzten Jahren stetig gestiegen sind.

Gemäß EY Trendbarometer stieg 2020 beispielsweise die durchschnittliche Immobilienquote der Versicherer auf den historischen Höchststand von 10,8%. Trotz COVID-19-Pandemie planen 39% der Versicherer, ihre Immobilienbestände weiter auszubauen, und 54% sehen gleichbleibende Immobilienquoten vor.

Aufgrund des Fortwährens der genannten Renditekompression in Deutschland lohnt sich für Anleger bei Wohninvestments auch ein Blick über die Landesgrenzen und die Berücksichtigung eines breiteren Spektrums an europäischen Märkten. Die unterschiedlichen Risiko-Rendite-Profile der europäischen Länder bieten Opportunitäten für die individuellen Investitionsprofile der institutionellen Investoren. Länder mit einem zu Deutschland vergleichbaren Risiko-Rendite-Verhältnis bieten die Möglichkeit, die absolute Rendite sowie die Portfoliodiversifikation zu erhöhen. Darüber hinaus bietet der internationale Ansatz die Chance der Ausnutzung unterschiedlicher Marktzyklen.

Wie bereits eine im Jahr 2019 durchgeführte Analyse von 20 europäischen Ländern aufgezeigt hat weisen auf europäischer Ebene Deutschland und Schweden die geringsten Länderrisiken bei niedrigen Bruttorenditen auf. Die Studie wurde von der auch auf EU-weite Wohninvestitionen spezialisierten Deutsche Asset One GmbH und dem Beratungsunternehmen Wüest Partner erstellt.

Investitionen in Core-Wohnimmobilien in Deutschland bieten Renditemöglichkeiten zwischen 2,4 und 3,4% in einem sehr stabilen Marktumfeld. Die Märkte in den Niederlanden, Dänemark und Irland weisen bei einem moderat erhöhten Risiko eine 0,8 bis 1,2% höhere Bruttorendite als der deutsche Wohnimmobilienmarkt auf. Spanien und Frankreich verfügen über ein mittleres Risiko bei vergleichbarer Bruttorendite und stellen aufstrebende Märkte dar.

Innerhalb der Europäischen Länder ist wiederum die Attraktivität der jeweiligen Städte entscheidend.

Top 10 Städte Europas

Die Ergebnisse einer Befragung von 905 Immobilienexperten zur Attraktivität europäischer Städte hat PwC 2020 in einem Ranking zusammengefasst. Unter den zehn attraktivsten Städten befinden sich mit Berlin, Frankfurt, München und Hamburg gleich vier deutsche Metropolen.

Ausgelöst durch die COVID-19-Pandemie hat sich die Bedeutung der regionalen Portfoliostreuung nochmal deutlich erhöht. Hierbei konnte die Nutzungsart Wohnen ihre (Wert-)Stabilität gegenüber beispielsweise Hotelnutzungen deutlich unter Beweis stellen. Zukünftig wird auch die Frage, wie ein Staat in einer Pandemiesituation zurechtkommt, zu einem wichtigen Bewertungskriterium werden.

Deutschland ist im europäischen Vergleich für Pandemien insbesondere aufgrund seiner Wirtschaftsstruktur, der Kapazitäten für mobiles Arbeiten, des Arbeitsmarktes und des Gesundheitssystems gut aufgestellt.

Der europäische Wohnimmobilienmarkt bietet für institutionelle Investoren ein breites Spektrum an attraktiven Investitionsmöglichkeiten. Mit der richtigen Standortentscheidung lassen sich in Europa Investitionen mit einem zu Deutschland vergleichbaren Risiko-Rendite-Verhältnis realisieren. Darüber hinaus kann die regionale Streuung erhöht werden und mit einem Multi-Manager-Ansatz das Manager-Risiko reduziert werden. Im Ergebnis können somit absolut höhere Renditen erzielt werden, ohne dabei ein höheres Risiko-Rendite-Verhältnis akzeptieren zu müssen. Die deutschen Metropolen stehen trotz Renditekompression unter anderem aufgrund des risikoarmen Umfelds weiterhin im Fokus der Anleger. Die Attraktivität des deutschen Marktes lässt sich auch durch die starke Positionierung deutscher Städte im PwC EU-Städte Vergleich ableiten. In ein europaweit investiertes Portfolio gehört daher nach Einschätzung der DEUTSCHE IMMOBILIEN auch immer ein signifikanter Anteil deutscher Wohnimmobilien.